Ölziehen: Was so ein Bounty auf der Zunge alles kann!

Ich habe in letzter Zeit viel über Kokosnussöl und die Wirkung gehört. Daher habe ich mich gefragt, ob das nichts für mich wäre und ob ich es schaffe, es mit in meine Morgenroutine zu legen. Vor ein paar Wochen erzählte mir meine Chefin, dass sie nun Ölzieht. Da war mir klar: Ich gehe zu meinem Drogeriemarkt meines Vertrauens und kaufe mir Kokosnussöl.

 

Nun vor der Meditation noch zwanzig Minuten vorher aufstehen? Dabei ist mir mein Schlaf doch heilig – aber wem nicht? Doch es wird Frühling, also los.

Für mich ist es immer wichtig, dass ich weiß: Welche Vorteile hat es für meinen Körper, damit ich durchhalte und ich das Gefühl entwickle, ich tue mir etwas Gutes damit. Mein Gedanke dahinter: Ich schenke mir eine Packung Selbstliebe am Morgen. So wie ich früher dachte, dass mein Körper sich ein Feierabendbier verdient hat ;-)

 

Vorab also die Fakten, was Ölziehen alles kann. Was mir auf jeden Fall schon nach dem ersten Mal aufgefallen ist: Meine Zähne sind weißer geworden. Leichte Teebeläge auf den Zähnen sind weg. Ölziehen soll außerdem gegen verschiedenste Symptome helfen:

  • Zahnfleischentzündungen und Parodontitis
  • Zahnschmerzen
  • Mundgeruch 
  • Mundtrockenheit
  • Rissige Lippen
  • Kopfschmerzen
  • Bronchitis und grippale Infekte
  • Magengeschwüre und Magenschleimhautentzündungen
  • Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts
  • Erkrankungen des Herzens
  • Erkrankungen des Blutes
  • Erkrankungen der Nieren und der Leber
  • Thrombose
  • Chronische Schlaflosigkeit
  • Ekzeme, Akne, Schuppenflechte, Neurodermitis
  • Diabetes
  • Asthma

Wenn das nicht eine Liste ist, für die es sich lohnt, morgens zwanzig Minuten früher aus dem Bett zu hüpfen.

 

Seit zwei Wochen stehe ich nun früher auf um mir das Öl auf die Zunge zu legen. Vorher wird die Zunge gründlich mit einem Zungenschaber gereinigt. Dann kommt das Kokosnussöl auf die Zunge – eigentlich einen Esslöffel. Ich habe erstmal mit einem halbe Esslöffel angefangen, das ist schon eine gute Menge! Die noch feste Masse morgens um kurz nach 6 Uhr auf die die Zunge zu legen und zu warten bis der Speichel kommt ist nämlich ganz schön gewöhnungsbedürftig. Aber schon am zweiten Tag fühlte es sich total ok an. Nach nun 14 Tagen schreit mein Mund schon fast nach seiner täglichen Portion Bounty ;-) Wichtig ist es, die Masse mindestens 15-20 Minuten im Mund zu behalten und sie durch die Zähne zu ziehen, zu saugen oder zu schlürfen.  

Was mache ich während ich Ölziehe?

Ich mache mich ausgehfertig für den Tag, was ich sonst erst nach der Meditation gemacht habe. Somit bin ich jetzt schick, wenn ich meditiere. Du kannst aber auch andere Sachen machen, zum Beispiel Brot schmieren, Wäsche abhängen, den Abwasch machen oder einfach nach draußen gucken. Wichtig ist: Mache alles bewusst und eile hier nicht. Mein Fokus ist nun morgens beim Ölziehen und beim Schickmachen. Ablenkende Gedanken haben dann fast gar keine Chance mehr. Somit fängt mein Warm-Up für die Meditation schon früher an und ich hab das Gefühl, dass die Meditation so gesäubert nun besser funktioniert.  

Wohin mit dem Öl nach den zwanzig Minuten? 

Wichtig: Auf keinen Fall das Öl runterschlucken! Dadurch, dass das Öl 15–20 Minuten in deinem Mund ist, werden Bakterien aufgewühlt, die sonst in unseren Zahnfleischtaschen bleiben. Diese Bakterien gehören in die Toilette oder in den Müll. Ich spucke die weiße Flüssigkeit in die Toilette. Danach wird der Mund öfters mit Wasser ausgespült, das landet ebenfalls in der Toilette. Danach werden die Zähne wie gewohnt geputzt. 

Welches Kokosnussöl verwende ich und was ist noch wichtig?

Wichtig ist, dass es ein Bioöl ist, welches nativ hergestellt wurde. Gerade hab ich von Budni (Hamburger Drogeriemarkt) ein Öl von Vitaquell. 

 

Die Reinigung solltest du morgens machen, bevor du irgendetwas anderes zu dir genommen hast. Nach dem Schlaf sind die Bakterien unterwegs, die du vernichten willst. 

 

Ölziehen kommt aus dem Ayurveda (Wissen vom Leben). 


Mein Fazit zum Ölziehen

Ich werde das Ölziehen in meine Morgenroutine mit einbauen – werde mich aber nicht verurteilen, wenn ich es nicht jeden Morgen schaffe. Das mit dem Verurteilen können wir doch zu gut und lassen es dann ganz oder fühlen uns mies. Aber das ist ein anderes Thema.

 

Meine Zähne sind weißer und fühlen sich besser an. Mein Atem ist länger frisch. Da ich zum Glück keine schweren Krankheiten habe, kann ich nicht sagen, dass es hier irgendeine Verbesserung gibt. Ich habe aber das Gefühl, dass meine Haut im Gesicht reiner ist. Meine Meditation läuft besser, weil ich klarer, wacher, ruhig und sauber bin. Oft ist auch der Abwasch schon fertig, was nun nicht mehr in meiner Meditation zu Irritationen führt ;-)

 

Habt ihr Fragen zum Ölziehen? Dann fragt gerne unten in den Kommentaren. Und wenn ihr das Ölziehen ausprobiert, gebt mir gern euer Feedback dazu!

 

Einen sehr empfehlenswerten Artikel zum Thema Ölziehen, aus dem ich auch einige Punkte hier übernommen habe, findet ihr beim Zentrum der Gesundheit.

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Kommentare: 1
  • #1

    Antje Körber (Dienstag, 17 Januar 2017 10:33)

    Sehr interessant.....probiere ich glatt mal aus. Danke für den Tipp.